Kanban in der Schule

Speaker: Simone Ackle-Lüchinger

Agilität nimmt im Berufsalltag immer mehr Einzug. Teams sollen agil und kooperativ arbeiten. Einzelkämpfer sind nicht mehr gefragt, es wird Teamfähigkeit gefordert und darauf aufgebaut. Doch was wirklich dahintersteckt und wie es gelebt wird, wird leider viel zu wenig beleuchtet, so auch in der Volksschule. Auch wenn es noch so simpel erscheinen mag, ist es mit vielen Herausforderungen verbunden. Schulen kommen heute immer mehr an ihre Grenzen. Das „Kerngeschäft“ scheint für Lehrpersonen in den Hintergrund zu geraten und der Überblick über das wirklich Wesentliche geht verloren. Für Lehrpersonen nimmt der administrative Aufwand zu und durch die Arbeit vieler Lehrpersonen an unterschiedlichen Klassen und Stufen ist ein guter Überblick überlebensnotwendig. Alles hat Priorität und somit hat nichts Priorität. Der Wandel von Schulen in eine Organisation hat mit der Einführung von Schulleitungen begonnen. Das bedeutet nicht, dass sie in der Organisation Schule angekommen sind. Teams entwickeln sich mit der Methode Kanban im schulischen Kontext weiter. Ziel der Methode ist es, die beteiligten Menschen zur Zusammenarbeit bei der Verbesserung ihres (Arbeits-)Systems anzuregen. Demzufolge braucht es ein Bewusstsein, wo die agile Methode aufhört und Klarheit über die Bedingungen, welche die Bereitschaft der Akteure fördert. Die agile Methode Kanban regelt den sachlich-funktionalen Teil, nicht aber den sozial-kommunikativen. Die Methode Kanban gibt allerdings Hinweise darauf durch die Prinzipien. Wie diese umgesetzt werden, ist Teil von gruppendynamischen Prozessen oder vom „Psychosozialen Prozess“. Gerne beleuchte ich den sachlich-funktionalen und den sozial-kommunikativen Teil theoretisch und erläutere den Umgang damit an Beispielen aus dem schulischen Kontext.

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Speaker: Simone Ackle-Lüchinger Vortragsart: Vortrag/Lecture Level: Beginner